Mein Leitbild:
Ein gut gefüllter
Rucksack für‘s Leben

Unser Leben gleicht einer langen Wanderung durch Berg und Tal, bei der wir manchmal weniger und manchmal mehr gefordert werden. Wie wir die Schwierigkeiten des Erwachsenenalters meistern, hängt zu einem großen Teil von unseren inneren Ressourcen ab. Mit anderen Worten: vom Inhalt unseres Rucksacks. Es macht einen großen Unterschied, ob wir bei einem plötzlichen Wetterumschwung im Gebirge eine warme Regenjacke und eine Thermoskanne mit Tee oder einen schweren Stein und einen kaputten Kompass mitschleppen. Als Pädagoge verwende ich den Rucksack gerne als Metapher für die hilfreichen und belastenden Beziehungserfahrungen, die wir aus unserer Kindheit und Jugend ins Erwachsenenleben mitnehmen.

Die Vision: Aus Kindern werden seelisch gesunde Erwachsene

Mein Hauptanliegen ist, Kindern Erfahrungen zu ermöglichen, die sie später zu glücklichen, arbeits- und genussfähigen Erwachsenen mit einem gut gefüllten, inneren Rucksack machen. Eine wesentliche Voraussetzung dafür ist, dass ihre Entwicklungsbedürfnisse von ihren wichtigsten Bezugspersonen ausreichend befriedigt werden. Kinder brauchen überwiegend die Erfahrung, dass sie geliebt und beschützt werden; dass sie Geborgenheit bekommen; dass ihre Gefühle und Gedanken akzeptiert werden; dass die Welt mit ihrer Vielfalt interessant ist; dass ihr Körper und ihr Geschlecht geschätzt werden und dass sie auf die Personen ihrer Umwelt vertrauen können.

Die Herausfordung: Belastungen verstellen den Blick

Diese Unterstützung fällt uns Eltern, Großeltern, Stiefeltern, Adoptiveltern, Pflegeeltern, Pädagogen und Pädagoginnen allerdings nicht immer leicht, weil wir alle Menschen mit eigenen Nöten sind. Deshalb kommt es manchmal vor, dass wir aufgrund eigener Belastungen – wie einer schweren Kindheit, Problemen in der Arbeit oder Partnerschaft, Krankheit, Verlusterfahrungen usw. – die Entwicklungsbedürfnisse unserer Kinder aus dem Blick verlieren. Dann kann es passieren, dass wir die Freude und Neugier gegenüber unseren Kindern verlieren.

Die Mission: Freude fördern und Entwicklung
ermöglichen

Wenn uns das nur kurzfristig passiert, wir es bemerken und gegensteuern, dann können unsere Kinder das langfristig gut verkraften. Es reicht, wenn wir für unsere Kinder „gut genug“ statt perfekt sind. Meine Aufgabe als Erziehungsberater sehe ich darin, die Bezugspersonen, Kinder und Jugendlichen dabei zu unterstützen, dass sie miteinander (wieder) hauptsächlich Freude erleben können. Dann ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, dass die Entwicklungsbedürfnisse der Kinder ausreichend befriedigt werden.